Energieberatung Wohngebäude (Basis und Vertiefung)

Zielgruppe

Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Personen mit dem Ziel:

  • Energieausweise für Wohngebäude auszustellen,
  • BAFA-geförderte „Energieberatungen für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ durchzuführen,
  • sich auf der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes in den Kategorien „Energieberatung für Wohngebäude“ und „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude“ eintragen zu lassen und
  • den Titel „Energieberater:in TU Darmstadt für Wohngebäude“ zu erhalten.

Der Lehrgang entspricht den Anforderungen

  • an Fortbildungen gemäß GEG 2020 Anl. 11 Nr. 2 (Wohngebäude),
  • an Weiterbildungen gemäß Anlage zum Merkblatt „Anforderungen an die Qualifikation von Energieberatern im Bundesförderprogramm Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Stand: September 2021 und
  • an Weiterbildungen im Rahmen der Zusatzqualifikation zur Eintragung als Energieeffizien-Expert:in in der Kategorie „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude“ gemäß dem Regelheft der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), Anlage 1 für Wohngebäude (Basismodul und Vertiefungsmodul) (Stand: 01.07.2021).

Der Lehrgang wird von der ina Planungsgesellschaft mbH in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur angeboten und ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) unter den Nummern 7400821v (Basismodul) und 7403121v (Vertiefungsmodul) vorläufig zugelassen.

Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) können mit Abschluss der Weiterbildung 32 Fortbildungspunkte erwerben.

Die Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein erkennt die Lehrgangsteilnahme im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung in vollem Umfang an.

Die Brandenburgische Architektenkammer und die Architektenkammer Bremen erkennen die Lehrgangsteilnahme im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung an.


Zugangsvoraussetzungen

Wir als Weiterbildungsanbieter verlangen keine bestimmte Vorqualifikation unserer Teilnehmer:innen. Bestimmte Berechtigungen bei anderen Institutionen – auf die unsere Weiterbildungen vorbereiten – sind aber nur mit entsprechender Vorqualifikation (z. B. betreffend der beruflichen Ausbildung oder der vorhandenen Berufserfahrung) möglich.

Angehörige der in § 88 (1) des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) genannten Personengruppen berechtigt der erfolgreiche Abschluss des Lehrgangs „Energieberatung Wohngebäude (Basis und Vertiefung)“ dazu,

  • Energieausweise für Wohngebäude auszustellen (gemäß § 88 GEG),
  • die Antragsberechtigung für das Bundesförderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu erhalten (gemäß Merkblatt „Anforderungen an die Qualifikation von Energieberatern – Energieberatung für Wohngebäude“, Stand: September 2021) und
  • sich in die Energieeffizienz-Expert:innenliste für Förderprogramme des Bundes der Deutschen Energieagentur (dena) in den Kategorien „Energieberatung für Wohngebäude“ und „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude“ eintragen zu lassen (gemäß Regelheft, Stand: 01.07.2021) als Voraussetzung dafür, Fördermaßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Wohngebäude bei der KfW und dem BAFA zu beantragen (ausgenommen sind denkmalgeschützte Gebäude).

Wir überprüfen nicht, ob die Anforderungen zur Erlangung der genannten Qualifikation erfüllt sind; die Entscheidung darüber liegt bei der entsprechenden Institution. Im Zweifelsfall klären Sie bitte vor Beginn der Weiterbildung mit den einzelnen Institutionen, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.


Inhalt

Die Erreichung der von der Bundesregierung formulierten Klimaschutzziele kann nur gelingen, wenn Emissionen und der Einsatz nicht regenerativer Ressourcen im Gebäudebereich (Neubau und Sanierungen) erheblich reduziert werden. Energieberater:innen kommt hier eine Schlüsselrolle zu.
Sie entwickeln Konzepte zur Einsparung von Ressourcen und Steigerung der Energieeffizienz für Neubauten und Bestandsgebäude.

Sie müssen hierfür

  • die hinsichtlich des energieeffizienten Bauens geltenden gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen kennen
  • über umfangreiches bauphysikalisches und anlagentechnisches Fachwissen verfügen
  • aufgabenbezogen unterschiedlichste Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen in Einklang bringen und
  • komplizierte Sachverhalte – auch für Laien – prägnant und verständlich formulieren können.

Absolvent:innen unserer Lehrgänge sollen durch die o. g. Kompetenzen in die Lage versetzt werden, für Neubau- und Sanierungsvorhaben schlüssige Gebäude-Energiekonzepte für Wohngebäude zu entwickeln.

Dazu gehört,

  • für die Planungsaufgabe relevante Rahmenbedingungen zu ermitteln,
  • die vorgefundene Situation hinsichtlich vorhandener Potenziale und Hemmnisse für unterschiedliche Zielstandards zu bewerten,
  • Gebäude-Energiebilanzen als Abbildung des Ist-Zustands mit Hilfe von entsprechender Software zu erstellen,
  • auf Grundlage der Bestandsaufnahme Maßnahmenvorschläge – in Aufwands- und Kostenvarianten – zur Steigerung der Energieeffizienz und Ressourceneinsparung zu erarbeiten,
  • Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit zu prüfen,
  • einen zeitlichen Umsetzungsfahrplan zu unterbreiten,
  • die Beantragung von Fördermitteln zu begleiten und
  • Konzepte in Beratungsberichten zu verschriftlichen und mündlich zu erläutern.

Umfang & Ablauf

Der Lehrgang umfasst – je nach beruflicher Vorqualifikation – 120 oder 200 Unterrichtseinheiten (UE) à 90 Minuten und kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden.

Der internetbasierte Fernlehrgang bietet Ihnen die Möglichkeit, sich Ihre Zeit frei einzuteilen und die Studienunterlagen bequem von zu Hause, im Büro oder unterwegs zu bearbeiten. Die Anmeldung zum Lehrgang und der Beginn des Studiums sind jederzeit durch Zusendung der Anmeldeunterlagen möglich.

Sie lernen anhand von Studienbriefen, Online-Tests nach jedem Themenblock des Basismoduls und der ausführlichen Bearbeitung eines Praxisbeispiels.

Der Lehrgang endet mit einem eintägigen Präsenz-Workshop und einer schriftlichen Prüfung. Die nächsten Termine finden Sie auf der Startseite. Voraussetzung zur Teilnahme ist die erfolgreiche Bearbeitung der Einsendearbeiten. Die Betreuung durch unsere Tutor:innen  erfolgt über das Online-Forum, per E-Mail, telefonisch und in virtuellen Themensprechstunden.


Kosten

Die Lehrgangsgebühr beträgt

  • 2.400,00 € (inkl. 19 % MwSt.) bei einem Umfang von 120 UE und
  • 2.700,00 € (inkl. 19 % MwSt.) bei einem Umfang von 200 UE.

5% Nachlass auf die Lehrgangsgebühr erhalten wiederkehrende Teilnehmer:innen, Auszubildende, Studierende, Hochschulabsolvent:innen (bis zu vier Jahre nach Studienabschluss), Arbeitssuchende und Rentner:innen. Der Nachlass ist nicht kumulativ. Der Nachlass kann nicht mit einer Weiterbildungsförderung kombiniert werden.

Die Zahlung der Lehrgangsgebühr erfolgt in zwei Raten innerhalb von 30 bzw. 90 Tagen nach Rechnungserhalt. In den Lehrgangsgebühren sind enthalten: Studienunterlagen in digitaler Form, Betreuung, Teilnahme an Einsendearbeiten, Präsenz-Workshop und Abschlussprüfung, Ausstellung des Zertifikats. Nicht enthalten sind ggf. Reise- oder Übernachtungskosten. Für die wiederholte Korrektur einer Einsende- oder Abschlussarbeit berechnen wir ggf. 178,50 EUR.


Anmelden und Downloads

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie von uns die Zugangsdaten zu unserer Lernplattform. Die Freischaltung ist der Beginn Ihres Lehrgangs. Der Zugriff auf die Lehrmaterialien ist ab der Freischaltung zwölf Monate lang möglich.

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